News 2013

"Die Energiewende könnte eine deutsche Mondlandung werden"

14.06.2013

"Das EEG muss fundamental reformiert werden und wir müssen dabei auch Überförderungstatbestände abbauen", sagte Peer Steinbrück auf dem Jahreskongress des Energiespitzenverbandes BDEW in Berlin. Der SPD-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl möchte die erneuerbaren Energien noch näher an den Markt heranführen und das weitere Wachstum der Erneuerbaren besser mit dem Ausbau der Stromnetze koordinieren. 

Auf der SPD-Wunschliste steht weiterhin die Gründung einer Deutschen Netz AG. In dieser Netz AG sollten unter Beteiligung des Bundes die derzeitigen vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber zusammengeführt werden. Zur Finanzierung der Energiewende insbesondere den hohen Kosten für den Netzausbau sollen Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds und private Kapitalgeber herangezogen werden. 

Die Gefahr einer zunehmenden Verteilungsungerechtigkeit wird ebenfalls erkannt: Die steigenden Kosten für die notwendige Infrastruktur dürften nicht auf Mietshausbewohner abgewälzt werden, während wohlhabendere Privatpersonen und größere Betriebe im Falle einer Eigenversorgung von EEG-Umlage und Netzentgelten befreit seien.

Eine weitere Forderung der SPD ist die Kürzung der Stromsteuer um 25 Prozent um den preistreibenden Effekt eines zu erwartenden Anstiegs der EEG-Umlage im kommenden Jahr abzumildern.

Um das mangelhafte Management der Energiewende zu verbessern empfiehlt er die Etablierung eines Energieministeriums und die Gründung eines Energierates. "Die Energiewende könnte eine deutsche Mondlandung werden", so Steinbrück. Das NASA-Programm wurde bekanntlich aus Kostengründen nach sechs erfolgreichen Mondlandungen und einem „erfolgreichen Fehlschlag“ (Apollo 13) bereits nach drei Jahren eingestellt.

Zurück